Lebensmittelabfälle reduzieren – Umweltbewusste können was tun | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Stand: 02/25/2022 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Deutschland leistet sich im Verhältnis zu seinem hohen Lohnniveau bekanntermaßen preisgünstige Lebensmittel. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir spricht aktuell gar von „Ramschpreisen“ der Lebensmittel. Wenn Supermärkte zusätzlich massiv mit Sonderangeboten locken, wird dabei leicht verkannt, wie viele Ressourcen notwendig sind, um die einzelnen Produkte zu erzeugen. Laut der 2019 veröffentlichten Studie des Thünen-Instituts „Lebensmittelabfälle in Deutschland – Baseline 2015“ entsorgen die Deutschen jährlich ca. 12 Mio. Tonne Lebensmittel im Müll, das entspricht etwa 75 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Über alle Sektoren der Wertschöpfungskette hinweg wären laut der Studie etwa 56 Prozent der Lebensmittelbfälle vermeidbar. Für mehr als die Hälfte der Lebensmittelverschwendung sind die Verbraucher*innen in Privathaushalten verantwortlich. Jedes weggeworfene Lebensmittel hat während seiner Erzeugung Energie, Wasser, Anbaufläche, Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutzmittel benötigt. Auf etwa 2,6 Mio. Hektar Landfläche werden Lebensmittel erzeugt, die buchstäblich in der Tonne landen. Das entspricht etwa der Landfläche der beiden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland zusammen. Doch im Lebensmittelabfall verbergen sich nicht nur vergeudete Ressourcen, dahinter verstecken sich auch jede Menge Treibhausgasemissionen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstanden sind, das heißt von der landwirtschaftlichen Produktion, über die Lebensmittelverarbeitung, die Lagerung im Handel bis hin zur Zubereitung in der eigenen Küche, einschließlich der benötigten Verpackungsmaterialien und Transporte. Jede Verbraucherin und jeder Verbraucher hat es selbst in der Hand, in seinem Privathaushalt die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Der Schlüssel dazu liegt in einer guten Planung und in einer übersichtlichen Lagerung der Lebensmittel.
Für die Ermittlung der benötigten Portionsmengen gibt es Faustzahlen:
Wenn Zutaten übrigbleiben, ist es wichtig, diese in Vorratsbehälter umzufüllen, gut zu verschließen und kühl zu lagern. Wenn sie nicht für eine weitere Mahlzeit reichen, frieren Sie Übriggebliebenes portionsweise ein. So vermeiden Sie nicht nur, dass Sie noch genießbare Lebensmittel wegwerfen, Sie haben auch eine unkomplizierte und schnelle Alternative, wenn Ihnen einmal keine Zeit zum Kochen bleibt. Bleiben kleinere Mengen übrig, sind kreative Ideen zur Verwertung gefragt.
Weitere Ideen und Rezepte zur Resteverwertung finden Sie in der Broschüre „Fit im Umgang mit Lebensmitteln“ des Fachzentrums Ernährung Rheinland-Pfalz. Zahlreiche Kochbücher und Internetseiten befassen sich mittlerweile mit Resteverwertungsmöglichkeiten. Doch mit etwas Experimentierfreude braucht man keine Rezepte, sondern nur etwas eigene Fantasie. Viel Spaß beim Ausprobieren! Quellen und weiterführende Informationen
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