Kluge Entscheidungen leicht gemacht: Wie Nudging gesündere Ernährung fördert |
Stand: 10/02/2026 |
| Menschen lassen sich in ihren Entscheidungen beeinflussen, ohne dass sie sich dessen bewusst sind. Nudging (einen Anstoß geben, stupsen) heißt das Zauberwort. Man versteht darunter Maßnahmen, die helfen, eine bestimmte – erwünschte – Entscheidung zu treffen. Nudging ist dabei kein Befehl oder Zwang, etwas zu tun, sondern nur ein kleiner Anstoß. Die Freiheit, ein anderes Verhalten zu wählen, muss bestehen bleiben. Viele kennen Nuding-Beispiele aus Ihrem Alltag wie die handlich verpackte „Quengelware“ an der Kasse im Supermarkt, die Smiley-zeigende Geschwindigkeitsanzeige am Straßenrand oder der Pfeil auf der Treppe im Bahnhofsgebäude, der einen ermutigt, sich rechts einzusortieren. Auch und gerade im Bereich der Schulverpflegung begegnet man Nudges sehr häufig, wenn z. B. Obst in der Mensa auf Augenhöhe präsentiert wird und so die Süßigkeiten in den Hintergrund geraten oder wenn die Salattheke besonders attraktiv gestaltet und beleuchtet ist. Die nicht gewünschte bzw. nicht vorteilhafte Wahlmöglichkeit (z. B. eine wenig nährstreiche Mahlzeit) gänzlich aus dem Angebot zu nehmen, ist wiederum kein Nudging. Die Wahlfreiheit wäre genommen. Weitere Nudges in der Kita- und Schulverpflegung sind beispielsweise:
Am Schulkiosk beispielsweise kann „Gesundes to-go“ angeboten werden, z. B. in Form von Vollkorn-Klappbroten belegt mit Frischkäse, Salatblatt, Tomaten- und Gurkenscheiben, Hummus gefüllten Vollkorn-Wraps, Bulgur-Salat mit Brokkoli, gerösteten Kichererbsen und Fetaoder Gemüsesticks mit Dip.
Auch die Wortwahl ist entscheidend. In der Kita heißt es dann nicht: „Möchtest du Karotten?“ sondern: „Möchtest du Karotten oder Bohnen essen?“ Dann wählen fast alle Kinder Karotten. Würde man aber grundsätzlich das Gemüse weglassen, dann hätte man verloren. |
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